Bericht vom Monatstreffen Januar 2010
Die Ausarbeitung der Stellungnahmen des Bund Naturschutz zu den vier geplanten
Solarstrom-Freiflächenanlagen im Bereich der Stadt Ebern waren das herausragende Thema des monatlichen Treffens der Ortsgruppe Ebern. Harald Amon und Alexander Hippeli
erläuterten die wesentlichen Umwelt-Gesichtspunkte der Anlagen bei Heubach/Sandhof, Eichelberg, Jesserndorf und Unterpreppach. Die von der Planungsgruppe Strunz erstellten Pläne
berücksichtigen die neuesten Vorgaben des Bayerischen Innenministeriums und auch einen Großteil der Forderungen des neuen BN-Bayern-Positionspapieres vom November 2009. Die geplanten
Anlagen bei Eichelberg, Jesserndorf und Heubach sind grundsätzlich aus heutiger Naturschutzsichtweise unproblematisch. Die Anlage westlich Unterpreppach mit über 9 ha liegt jedoch
teilweise in der Schutzzone des Naturparks Haßberge. Außerdem wird die Grünfläche (Aue) des Talgrundes der Preppach als Ausgleichsmaßnahme herangezogen. Dem Bau dieser Anlage wird daher
in der jetzt vorliegenden Planung vom BN Ebern nicht zugestimmt. Thomas Meisner hat für die nächste Sitzung des AK Natur und Landschaft der Lokalen Agenda 21 Ebern von der Stadt einen
Plan des Anlagenringes
mit Einzeichnung von Baumstandorten erhalten. Dieser Plan soll nun mit genauen Informationen über die einzelnen Bäume versehen werden. Klaus Mandery verwies darauf, dass schon viele Baumkartierungen in Ebern erfolgt sind. Diese könnten bei der nun vorgesehenen Erfassung berücksichtigt werden. Anfang der Neunziger Jahre wurden vom BN Ebern in Ebern und in einigen umliegenden Ortschaften
Erfassungen über die Anzahl der belegten Nester und Anzahl der Schwalben, getrennt nach Mehl- und Rauchschwalben durchgeführt. Für das Jahr 2010 ist geplant, diese Erfassung
wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen, um die Entwicklung der Bestände aufzeigen zu können. Joseph Linz schlug vor, die das Ortsleben prägenden Vereine der einzelnen Ortschaften
einzubinden bzw. anzufragen. Dr. Klaus Mandery informierte über den Stand der Planungen für eine Biodiv-Erlebniswelt Ebern sowie über eine geplante Begehung der Örtlichkeiten
in der Kaserne mit der 2. Bürgermeisterin Gabriele Rögner zusammen mit Fachleuten aus Coburg, Bayreuth und München. Ziel ist die Erarbeitung eines Vorkonzeptes. Neben den regelmäßigen
monatlichen Treffen stehen in den nächsten Wochen die Winter-Landschaftspflege-Aktion entweder bei der Hetschingsmühle oder auf dem Bundeswehrgelände, eine Eulenwanderung
, die Vogelstimmenwanderungen mit Dr. Werner Ullmann sowie ein Vortrag über die „Natur und Kultur Rumäniens“ auf dem Terminkalender des BN Ebern. Alexander Hippeli
gab außerdem Einzelheiten über die am 26./27. Juni 2010 geplante 2-Tagesfahrt in den Nationalpark Bayerischer Wald bekannt.
Bericht vom Monatstreffen Dezember 2009
Maßnahmen zum Vogelschutz und Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr
(ÖPNV) standen neben vielen weiteren Themen im Mittelpunkt des monatlichen Treffens des Bund Naturschutz Ebern
Vorsitzender Harald Amon begrüßte dazu wieder zahlreich erschienene Mitglieder im
Vereinslokal Frankenstuben. Zu Beginn stellte Dr. Werner Ullmann die vom Februar bis zum Mai kommenden Jahres geplanten traditionellen Vogelstimmenwanderungen vor.
Markus Brunnhöfer vom LBV informierte über verschiedene Maßnahmen zum Vogelschutz im
Bereich Ebern. So müssen 15 Nistkästen für die Schleiereulen erneuert werden. Mitglieder des BN Ebern werden die von Hermann Jäger neu angefertigten Nistkästen gegen die
vorhandenen defekten austauschen. Alle Maßnahmen, einschließlich der im Juni/Juli jeden Jahres erforderlichen Kontrollen erfolgen jeweils in Absprache mit den jeweiligen
Grundstückseigentümern. Am Schutz der Schleiereule interessierte Bürger können sich gerne zur Mithilfe an Harald Amon Tel 09531 1737 wenden.
Weitere Aktionen zum Vogelschutz sind die Kontrollen der Wasseramsel im April sowie eine
Eulen- und Uhu-Wanderung zu Beginn des neuen Jahres.
Harald Amon und Alexander Hippeli informierten über die Begehung der Baumaßnahme am
Grauturm zusammen mit Herrn Hofmann vom Bauamt Ebern.
Aufgrund der Gespräche vor Ort wurde an die Stadt Ebern ein Schreiben mit Vorschlägen für
die durchzuführenden Maßnahmen zum Schutz des Mauerseglers und des Turmfalken gerichtet. Erfreulicherweise sind diese Maßnahmen im Zuge der Sanierung durch die Stadt
bereits durchgeführt worden. Wie in dem Schreiben aufgeführt, sind nach Anbringung der Nisthilfen keine Reinigungsarbeiten notwendig.
Kurt Langer berichtete über die Änderungen im ÖPNV von und nach Ebern. Die Anbindung
der Bahnstrecke nach Ebern ab 1.1.2010 an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) bringt für die Bürger von Ebern und für nach Ebern aus Richtung
Bamberg/Breitengüßbach fahrende Personen wesentlich günstigere Fahrpreise mit sich. Nähere Informationen dazu können beim VGN-Info-Bus am Samstag 19.12. von 12.00 bis 15
.00 Uhr auf dem Marktplatz vor der Sparkasse eingeholt werden.
Ab Mitte 2011 wird das „Dieselnetz Oberfranken“ nicht mehr von der DB Regio betrieben,
sondern von einer privaten Gesellschaft, der „BeNEX“. Diese betreibt dann im Auftrag der BEG (Bayerischen Eisenbahngesellschaft) auch die Strecke nach Ebern. Ab diesem
Zeitpunkt wird sich der bisher geltende Fahrplan wesentlich verändern. Nach Ebern soll z.B. ein Stundentakt eingeführt werden. Die bisherigen Fahrtzeiten zwischen Ebern und
Breitengüßbach betragen 27 Minuten und nach Bamberg 35 Minuten. Für einen Stundentakt sind 24 Minuten erforderlich. Der BN Ebern wird weitere Informationen zu diesem Thema
einholen und sich aktiv an der Einrichtung eines attraktiven Nahverkehrs einbringen.
Weitere Themen waren die anstehenden Kontrollen der Fledermaus-Winterquartiere und der
Rückblick auf den BN-Stand am Weihnachtsmarkt. Thomas Meisner wurde zur Wahl als Sprecher des Arbeitskreises Natur und Landschaft der Lokalen Agenda 21 Ebern gratuliert.
Der BN Ebern beabsichtigt, der Stadt anzubieten, die diesjährige Winter-Landschaftspflege
auf einem Teil des ehemaligen Standortübungsplatzes durchzuführen. Der prioritäre Kalkmagerrasen benötigt dringend eine Entfernung der aufkommenden Schösslinge, damit
die dort vorhandenen geschützten Pflanzen eine Chance zum Weiterleben haben. Bei der Regierung von Unterfranken wird derzeit ein Pflegekonzept für den ehemaligen
Standortübungsplatz erarbeitet. Die Pflege könnte daher nur im Rahmen des naturschutzfachlich abgestimmten Konzeptes durchgeführt werden.
Bericht vom Monatstreffen September 2009
Der 2. Vorsitzende des BN Ebern Alexander Hippeli begrüßte beim Treffen in den
Frankenstuben wieder zahlreich erschienene Mitglieder.
Ein Schwerpunkt des BN Ebern ist schon seit vielen Jahren die Förderung der für den
Naturschutz wichtigen heimischen Streuobstflächen. Die diesjährige Streuobstbörse ist bereits angelaufen, allerdings gibt es bisher wegen des geringen diesjährigen Obstertrags
kaum Angebote zum Ernten. Deshalb bitten die Naturschützer gerade volle Obstbäume, die vom Besitzer nicht geerntet werden, als Angebote zu melden. Wegen der guten
Zwetschgenernte können hier Bäume zum Ernten benannt werden. Nachfragen bei Kurt Langer Tel. 09531/1737. Am Oktobermarkt, Sonntag, den 11. Oktober, wird das nunmehr
schon 16. Apfelfest im Rathaus durchgeführt.
Der BN Ebern stellt jedes Jahr im Herbst Vereinen, Kindergärten und anderen Einrichtungen
sein komplettes Inventar mit Muser und Presse zur Gewinnung des Saftes zur
Verfügung. Damit soll besonders pädagogisch das Thema Streuobst den Kindern nahe gebracht werden.
In Heubach befindet sich im „Haus der Bäuerin“ eine Anlage zum Mosten von Obst. Durch die
nach kurzer Zeit einsetzende Vergärung des Saftes ist die Aufbewahrung über einen längeren Zeitraum, ohne entsprechende Erhitzung, problematisch. Der BN Ebern hat daher
bei der Stadt Ebern angeregt, die Anschaffung einer Erhitzungs- und Abfüllanlage zu
prüfen. Damit könnte der Saft unter anderem in sogenannte „BAG-IN-BOX“-Behältnisse abgefüllt werden. In diese Verpackungen, aus einer luftdicht
verschließbaren Plastiktüte und einer wiederverwendbaren Papphülle bestehend, ist der gewonnene Saft über einen längeren Zeitraum haltbar
und platzsparend zu lagern. Damit, so Alexander Hippeli, wäre die Verwertung eines regionalen Produktes, gerade für junge Familien in einen
vom Zeit- und Materialaufwand vertretbaren Rahmen, möglich. Eine Besichtigung einer in Betrieb befindlichen entsprechenden Anlage in Schottenstein ist vorgesehen.
Erneut standen auch Stellungnahmen zum Bau von Anlagen zur Gewinnung von Erneuerbaren
Energien zur Debatte. Neben der Freiflächen-Solarstromanlage bei Hebendorf ging
es vor allem um die geplante Einschränkung von Windkraftanlagen durch eine Änderung des Regionalplanes Main-Rhön. Der rigorose Ausschluss von Windkraftanlagen in bestimmten Gebieten behindert einen möglichen weiteren Ausbau der
Windkraft in der Region Main-Rhön erheblich. Die Teilnehmer des Treffens befürworten vielmehr eine jeweilige Einzelfallprüfung. Oliver Kröner und Klaus Mandery stellten klar, dass
man nicht auf der einen Seite für regenerative Energien werben kann und dann einen absoluten Riegel vorschiebt.
Kurt Langer begrüßte die Aktivitäten der Biodiv-Initiative am Oktobermarkt-Wochenende
zusätzlich zum Apfelfest die 1. Eberner Kräutertage abzuhalten. Der BN Ebern
sieht die Belebung des Marktes in Richtung eines ökologischen Regionalmarktes als eine weitere Bereicherung für die Stadt Ebern.
Zum Abschluss des Treffens wies Alexander Hippeli auf die für Freitag, den 25.September,
geplante Landschaftspflegemaßnahme nahe der Hetschingsmühle hin, zu der sich die
Helfer ab 14.30 Uhr treffen. Am Sonntag, den 27.09. findet dann die Pilzwanderung
mit Herbert Stang statt, die zusammen mit dem OGV Ebern angeboten wird. Dazu trifft man sich um 9.00 Uhr am Rondell des Eberner Freibades.
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Bericht über das Monatstreffen vom 8. Juli 2009
Der 2. Vorsitzende des BN Ebern Alexander Hippeli begrüßte zum Monatstreffen in den
Frankenstuben auch die beiden Betreuerinnen der Waldkindergruppe Sylvia Kopplinger und Carmen Schneider-Glomb. Zur Zeit besuchen 15 Kinder an den Freitagen die
Waldkindergruppe. Durch den Wechsel einiger Kinder in die Schule können ab Herbst wieder neue Kinder aufgenommen werden. Nachfragen sind unter 09535/1310 bzw. 09531/6439 möglich.
Markus Brunnhöfer informierte über die seit vielen Jahren laufenden Projekte des LBV zum
Artenschutz und zur Artenerfassung von Schleiereulen, Wasseramseln und des Uhu im ganzen Landkreis. Im Jahre 2008 konnte noch ein großer Bruterfolg verzeichnet werden. Der
harte Winter 2008/2009 verursachte jedoch einen starken Rückgang der erfolgreichen Bruten.
Der BN Ebern wird versuchen, die Bereiche Ebern, Itzgrund und bis Maroldsweisach durch
Kontrollen und Reinigungsaktionen der Schleiereulenkästen mit zu unterstützen. Vorgesehen sind aktuell Sommer-Kontrollen und, soweit erforderlich, die Reinigung der Kästen im Winter.
In Ebern selbst gibt es vier Schleiereulenkästen. Problem ist, dass die Turmfalken sehr aggressiv sind und die Schleiereulen aus den Kästen verdrängen. Interessenten können unter
09531/1737 nachfragen.
Vorgesehen ist auch eine Uhu-Wanderung im Januar oder Februar.
Die seit 2007 durchgeführte Landschaftspflege auf den Pachtflächen des BN mittels dem BN
Ebern gehörenden Schafen entwickelt sich grundsätzlich positiv. Die BN-Grundstücke sind jedoch auf Grund ihrer Hanglage schwierig zu bewirtschaften. Dadurch ist auch die Betreuung
der Schafe nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die Arbeiten wurden bisher von Harald Amon, Alexander Hippeli und vor allem von Roland Steinrichter erledigt.
Beim von der Biodiv-Initiative kürzlich durchgeführten „Fest für die Natu
r“ wurde für die Besucher eine Vielzahl von attraktiven Aktionen geboten. Das Fest hat die naturschutzfachliche hohe Bedeutung der ehemaligen Bundeswehrgrundstücke vielen
Eberner Bürgern deutlich vor Auge geführt. Der BN Ebern wird daher die Biodiv-Initiative nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützen.
Kurt Langer verwies auf immer mehr Materialien der Ortsgruppe, welche sich durch die
vielfältigen Aktionen des BN, wie Amphibienschutz, Schafbeweidung, Infostände, Apfelfest usw. angesammelt haben. Der zur Verfügung stehende kleine Lagerraum ist nicht mehr
ausreichend, so dass ein größerer Lagerraum, wie z.B. eine Garage gesucht wird.
Erneut stand eine Stellungnahme über die geplante PV-Freiflächen-Anlage
bei Hebendorf in der Gemeinde Rentweinsdorf zur Diskussion. Eine Teilfläche der Anlage liegt in der Schutzzone des Naturparkes Haßberge. Eine Herausnahme dieser Teilfläche aus der
Schutzzone sieht der BN Ebern als sehr problematisch an. Sie ist nur zu rechtfertigen durch eine Aufwertung der Fläche von intensiver landwirtschaftlicher Nutzung zu einem
strukturreichen extensiven Wiesenbestand, außerdem muss eine Rückbaugarantie gewährleistet sein. Alexander Hippeli verwies zusätzlich auf die durch die Anlage mögliche
Minderung der Treibhausgase, insbesondere von CO2-Emissionen.
Bericht über das Monatstreffen vom 13. Mai 2009
Klares Votum für die Errichtung von Photovoltaikanlagen und das Nahwärmenetz Ebern Solarstrom wird voll unterstützt
Ebern - Die Nutzung erneuerbarer Energien in Ebern standen im Mittelpunkt
des monatlichen Treffens des Bund Naturschutz Ebern im Gasthof "Frankenstuben". Vorsitzender Harald Amon konnte dazu auch mehrere Mitglieder des erweiterten Vorstands begrüßen.
Der Bund Naturschutz begrüßt die Bestrebungen, in Ebern und Umgebung
große Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Solarstrom zu errichten. Sowohl Anlagen auf großen Dächern als auch auf bisher intensiv genutzten
Ackerflächen leisten einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung ohne Atomkraftwerke. Die aktuell veröffentlichen Zahlen
des Bundesumweltministeriums zeigen auf, dass im Jahre 2008 schon fast 15 Prozent des gesamten Bruttostromverbrauches aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde.
Der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz Haßberge, Dr. Klaus Mandery,
sagte bei den anstehenden Verfahren grundsätzlich positive Stellungnahmen des Bund Naturschutz zu.
Kurt Langer berichtete von einem Bericht der Fachzeitschrift PHOTON, welche
den Ertrag von Biomasse gegenüber Photovoltaik untersuchte. Die auf einem Hektar in einem Jahr erzeugte Biomasse reicht aus, um einen Pkw mit
Biodiesel 21 500 Kilometer fahren zu lassen. Mit der auf der gleich großen Fläche erzeugten Menge an Solarstrom von über 500 000 Kilowattstunden
kann der Pkw dagegen 3,25 Millionen Kilometer, also 147 Mal weiter als mit Biodiesel fahren. Der Landschaftsverbrauch durch Biomasse auf den Feldern
ist also wesentlich höher als bei Photovoltaik.
Nachdem in Ebern auch viele große Dachflächen für Photovoltaik zur
Verfügung stehen, wird Jörg Röder die Errichtung von Bürgersolaranlagen initiieren. Solche Anlagen gibt es in der näheren Umgebung von Ebern schon mehrere, u. a. in Hallstadt.
Für Standort Kaserne
Harald Amon informierte über den Stand des Aufbaus eines Nahwärmenetzes
in Ebern. Der Bund Naturschutz ist enttäuscht, dass der Stadtrat in der März-Sitzung keine Entscheidung für eine in die Zukunft gerichtete
Wärmeerzeugung mit einem hohen Solarwärmeanteil getroffen hat.
Der hohe Solaranteil der Variante 5 mit der Nutzung der vorhandenen
Heizzentrale in der Kaserne gewährleistet über Jahre hinweg einen relativ stabilen Wärmepreis für die Abnehmer. Außerdem ist der Standort in der
Kaserne nicht so nah an großen Siedlungsgebieten wie der am ehemaligen Bahnhof. Sowohl die Anfuhr des Brennmaterials als auch die Emissionen sind
in der Kaserne mit weniger Problemen behaftet.
Der Eberner Stadtrat hat vor zehn Jahren schon einmal nach langen
Diskussionen sich nicht für eine entsprechende Anlage entschieden. Begründung war damals der höhere Preis auf Grund des Wegfalls von zehn
Prozent Förderung. Die damals genannte höhere Investitionssumme von 200 000 Euro hätte sich auf Grund der Energiepreissteigerungen der letzten Jahre schon nach kurzer Zeit amortisiert.
Durch die falsche Entscheidung des Stadtrates im Jahre 1999 mussten
sowohl öffentliche Verwaltungen, Firmen als auch Bürger in den letzten Jahren unnötig höhere Energiepreise bezahlen.
"Fest für die Natur"
Ein weiteres wichtiges Thema waren die Vorbereitungen des "Festes für die
Natur in Ebern" am Wochenende vom 19. bis 21. Juni durch die Biodiversitätsinitiative Ebern (Biodiv-Ebern). Der BN wird diese Veranstaltung
voll unterstützen, da diese eine sinnvolle Möglichkeit der Teil-Nutzung der ehemaligen Kaserne aufzeigt. Neben den naturschutzfachlichen Aktivitäten
des GEO-Tages der Artenvielfalt mit Experten werden im Rahmenprogramm auch für Besucher interessante Ausstellungen, Führungen und Informationen
angeboten. Die derzeit geplanten Veranstaltungen sind auch im Internet unter www.Biodiv-Ebern.de nachzulesen.
Bericht über das Monatstreffen vom 12.11.2008
Landschaftspflegemaßnahmen, der Eberner Anlagenring und das in
Planung befindliche Nahwärmenetz Ebern waren die wichtigsten Themen der monatlichen Sitzung des Bund Naturschutz Ebern.
Vorsitzender Harald Amon eröffnete die Sitzung mit einem Rückblick auf die Aktionen der vergangenen Wochen, wie das
Apfelfest, die Streuobstbörse und den vom BN veranstalteten Fotowettbewerb.
Alexander Hippelie erläuterte den Stand der Landschaftspflegemaßnahmen
auf den vom BN gepflegten Flächen. Der BN ist im Bereich Ebern seit vielen Jahren für 10 ökologisch wertvolle Flächen zuständig. Ziel dabei ist, die
Flächen als Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Der BN erhält zwar bei einigen Flächen Zuschüsse nach dem
Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). Diese Zuschüsse decken aber die Kosten für die Pflege nur zu einem kleinen Teil. Auf zwei Grundstücken wurden Streuobstanlagen neu angelegt.
BN-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery berichtete von einer aktuell
laufenden Aktion alle im näheren Bereich von Ebern befindlichen Streuobstanlagen detailliert zu erfassen. Dabei wurden schon über 400
Bäume per GPS kartiert und die Proben der Früchte werden u.a. mit Hilfe von anerkannten Pomologen (Obstbaumkundler) bestimmt. Durch die Vielfalt der,
zum Teil der sehr alten und teilweise seltenen, vorgefundenen Obstarten, würde es sich anbieten, auch im Eberner Umland eine Obst-Sortenanlage anzulegen.
Der Wettbewerb zur Neugestaltung des Eberner Anlagenringes war das
nächste Thema des Treffens. Harald Amon und weitere Teilnehmer berichteten über die seit Jahren geführten Gespräche im Arbeitskreis „Natur
und Landschaft“ der Eberner Lokalen Agenda 21. Als Ziel wurde dabei immer genannt, ein Konzept für den gesamten Anlagenring zu erstellen und die
Eberner Bürger dabei umfassend zu beteiligen und mit einzubinden. Nur dann identifizieren sich die Bürger mit dem Anlagenring und nutzen ihn auch.
Der Bund Naturschutz ist auch aktives Mitglied im LEADER-Projekt des
Landkreises Haßberge. Das EU-Förderprogramm hat das Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“. Der BN unterstützt in diesem Zusammenhang alle Bemühungen der Stadt Ebern das Modellprojekt
„Nahwärmenetz Ebern“ zu verwirklichen, in dem die Möglichkeit einer autarken Energieversorgung auf der Basis eines hohen Anteils erneuerbarer Energien erprobt werden könnte.
Die geplante Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung, verbunden mit dem Einsatz neuartiger Speichertechnik ist ein zukunftsweisender, innovativer Ansatz. Der BN hofft, dass das mit einer
Machbarkeitsstudie beauftragte Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) die Studie möglichst bald der Stadt zur Verfügung stellen kann.
Der BN würde sich auch gerne weiter aktiv in das LEADER-Projekt „Haus der Artenvielfalt“ bzw. „Haus der Haßberge
“ einbringen. Dabei handelt es sich um ein Informationszentrum, in dem die biologische Vielfalt, vor allem am Beispiel der heimischen Insekten, aber auch anderer Artengruppen
dokumentiert werden. Bei einer Verwirklichung in Ebern könnte dieses Haus auch von auswärtigen Schulklassen und anderen interessierten Besuchern
besichtigt werden. Die dabei notwendigen Arbeitsplätze würden der Stadt Ebern sicher gut tun.
Harald Amon gab zum Abschluss des Treffens verschiedene Termine bekannt.
So findet am 01. Dezember um 19.00 Uhr in den Frankenstuben vom Diplom-Biologen Jürgen Thein ein Vortrag über die Wildkatze statt. In den nächsten Monaten sind Exkursionen zu
Fledermausquartieren sowie die Pflege einer verbuschten Fläche bei Albersdorf geplant.
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