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FT 01.11.2006 Die Bächlein sollen bald wieder plätschern
Gewässerentwicklungsplan
- Die Gemeinde Knetzgau setzt weitere ökologische Schwerpunkte.
von Günter Flegel, FT
Knetzgau - Bei der Agenda 21 war die Gemeinde Knetzgau einst der Vorreiter, jetzt ist sie es auch in Sachen Gewässerschutz. Als eine der ersten Gemeinden in der Region hat Knetzgau einen Gewässerentwicklungsplan in Auftrag gegeben.
Das dicke „Buch“ des Ateliers „Böhm und Pander“ in Knetzgau wurde
dem Gemeinderat am Montagabend vorgestellt. In der Diskussion gab es eine Reihe von Detailanfragen, aber im Kern zeigte sich das Gremium mit der Planung einverstanden. Sie ist zwar
unverbindlich, gibt aber vielen gemeindlichen Bauvorhaben einen Rahmen.
„Vieles lässt sich mit erledigen, wenn irgendwo gebaut wird“, sagte der
Bürgermeister Werner Schneider. Ein Beispiel ist der Bau der Kläranlage an der Schwappach. In diesem Zusammenhang wird es möglich sein, den Bach in einem Abschnitt naturnah zu gestalten.
Insgesamt liegen rund 40 Kilometer Bäche in der Obhut der Gemeinde (die Gewässer
dritter Ordnung). Die meisten sind klein und führen zeitweise nur wenig Wasser, andere wie der Zabel- oder der Böhlbach zeichnen sich vor allem im Oberlauf bereits durch eine große
Artenvielfalt aus. Nach und nach will die Gemeinde an Hand des Entwicklungsplanes vor allem Begradigungen und Befestigungen teilweise rückgängig machen.
Plan für das Wasser
Der Gewässerentwicklungsplan ist eine Fachplanung für Gewässer und Auen. Er trifft
Aussagen zu Gewässerunterhalt und -entwicklung sowie zum Hochwasserschutz.
Wichtige Ziele der Planung sind:
- Die natürliche Funktionsfähigkeit der Gewässer mit ihren Auen soll mit möglichst wenigen Eingriffen erhalten oder hergestellt
werden.
- Möglichkeiten zum vorbeugenden Hochwasserschutz sollen erkannt und genutzt werden.
- Die Eigenentwicklung des Gewässers in der Landschaft soll ermöglicht und gefördert, Unterhalt und Pflege
sollen minimiert werden.
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