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Technischer Umweltschutz
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BN Ebern
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Allgemeines zu Energie und Klimaschutz in Ebern und Umgebung
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"Energiewende in Bayern - Chance oder Mogelpackung?"
Die Bund Naturschutz Kreisgruppe Haßberge und die BN-Ortsgruppe Ebern luden am 08.02.12 zu einer Information und Diskussion über die eingeleitete Energiewende in Bayern
ein.
Dr. Herbert Barthel, der BN-Referent für Energie- und Klimaschutz, skizzierte die Position des Bundes Naturschutz: Die Kernschmelzen von Tschernobyl und Fukushima mit vielen
Toten und großflächig unbewohnbar gewordenen Landstrichen sowie die bisher weltweit ergebnislose Suche nach einem sicheren Endlager hätten mehr als deutlich gezeigt, dass die Gefahren
des Betriebs von Atomkraftwerken unverantwortlich hoch sind. Die Forderung des BN ist „Atomausstieg sofort – ohne schuldhaftes Zögern“. Im Energiekonzept „Bayern
Innovativ“ vom Mai 2011 fehlt ein konsequenter Ansatz zu Energiesparen und Energieeffizienz als wichtigste Säulen der Energiewende in Bayern , so die Kritik des Bund Naturschutz .
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Die Energiewende muss nach Ansicht der Naturschützer in drei parallelen Schritten erfolgen.
Schritt 1 umfasst das Energiesparen, d. h. das Sparen von Strom, Heizenergie
und Treibstoff.
Schritt 2 fordert die Steigerung der Energie-Effizienz der Anlagen. Die Kraftwärmekopplung mit der Nutzung der Abwärme als Heizwärme muss
künftig ein “Muss” sein.
Schritt 3 ist der engagierte Ausbau der erneuerbaren Energien. Wind, Sonne,
Wasser, Biomasse, Geothermie bieten ein breites Spektrum der Energiegewinnung, wobei auf den Ausbau der Windkraft, die in Bayern bisher
nur ein kümmerliches Schattendasein fristet, künftig das größte Augenmerk zu richten ist. Die Windstromerzeugung muss in Bayern um den Faktor 10
gesteigert werden, von derzeit 400 kleinen Windrädern auf etwa 2500 große Windräder. Der Naturschutz wird sich bei der Suche nach geeigneten
Standorten für Windkraftanlagen aktiv beteiligen.
Alle interessierten Bürger und auch die politisch Verantwortlichen waren
zu dieser Veranstaltung eingeladen. Der Vorsitzende der BN-KG-Haßberge Dr. Klaus Mandery zeigte sich über die
Anwesenheit von Bürgermeister Robert Herrmann sehr erfreut.
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Atom-Ausstieg selber machen - durch Wechsel zu Ökostromanbieter Infostand am 09.04.2011 von 10-14 Uhr beim
Tegut-Einkaufsmarkt
Mit einem Stromwechsel kann jeder Energiepolitik betreiben.
Am kommenden Samstag von 10 bis 14 Uhr können sich Bürger über die Möglichkeiten des Wechsels zu einem Öko-Stromanbieters
an einem Info-Stand beim Tegut-Einkaufsmarkt in Ebern informieren. Erneuerbare Energien sind derzeit in aller Munde. Ihr Anteil erhöht sich von Jahr zu Jahr. Je mehr Bürger sich
entscheiden, Ihren Strom aus Wasserkraft, Biomasse, Windkraft und Sonnenenergie zu beziehen, umso mehr kann deren Ausbau beschleunigt werden, um in naher Zukunft auf Atomkraft und
langfristig auch auf die klimaschädliche Kohle verzichten zu können. Auch die katholische und evangelische Kirche ruft alle Bürger bei der Wahl des Stromtarifs auf erneuerbare
Energieträger umzustellen. Mit einem Stromwechsel kann jeder Energiepolitik betreiben. Mitglieder des BN erläutern die Unterschiede der Stromanbieter und bieten gleichzeitig
einen Kosten-Vergleich an. Der BN empfiehlt, dass die letzte Strom-Jahresabrechnung mitgebracht wird.
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FT 08.08.2007 Rentweinsdorf- Auszug aus Marktgemeinderatssitzung Gelblicht “Einstimmig beschloss das Gremium, dass insgesamt etwas
mehr als 100 Straßenlampen im Kernort Rentweinsdorf und in Lind von Weiß- auf Gelblicht umgerüstet werden. Das kostet die Gemeinde rund 9000 Euro. Doch lassen sich damit laut Eon
1700 Euro jährlich an Stromkosten sparen. Bei den übrigen Leuchten im Gemeindegebiet mit Weißlicht (Peitschenleuchten) ist die Umstellung dem Schreiben von Eon zufolge technisch
nicht möglich.”
Hinweis BN: Wir haben bereits vor über 10 Jahren bei unseren Stellungnahmen zu Bebauungsplänen auf Nutzung des
Gelblichtes hingewiesen!
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Ebern, 21. Mai 2007 Klimaschutz vor Ort – das war das Thema der Begehung des Bund Naturschutz Ebern von drei zukunftsfähigen klimafreundlichen Heizanlagen.
Die Besichtigung brachte die erfreuliche Erkenntnis, dass schon viele Bürger und Einrichtungen in Ebern mit Eigeninitiative im Kleinen schon etwas für
den weltweiten Klimaschutz tun.
Im neuen Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) des Diakonischen Werkes erläuterte Heimleiter Peter Pratsch die
Hackschnitzelheizanlage.
Bei der Projektierung der Anlage wurden die Mitarbeiter einbezogen. Von diesen wurde auch die Idee eingebracht, statt einer bei den reinen Investitionskosten günstigeren Gasheizung,
eine ökologische, und auf lange Sicht auch kostengünstigere Anlage für die Erzeugung von Heizwärme und warmen Brauchwasser zu errichten. Der positive Effekt verstärkt sich noch
dadurch, dass gleichzeitig auch Arbeitsplätze für psychisch kranke Menschen geschaffen werden konnten. Die Anlage ist für 120 Kilowatt ausgelegt und benötigt ca. 350 cbm
Holzhackschnitzel.
Dies entspricht etwa 50.000 Liter Heizöl. Die benötigte Menge ist abhängig von dem Trocknungsgrad und der Art des Holzes. Es müssen jedoch keine dicken Stämme sein, um
daraus Hackschnitzel zu machen. Vielmehr könnte z.B. auch das im Anlagenring der Stadt Ebern anfallende Schnittgut problemlos gehäckselt werden. Für eine optimale Verbrennung
sollte die Feuchtigkeit des Holzes nicht über 30% betragen, damit die größte Energieausbeute erreicht wird und der Ofen nicht versottet. Die bisher angefallene sehr
geringe Menge an Holzasche wird kompostiert.
Die Anlage läuft problemlos und kann jederzeit von einem Hausmeister bedient werden.
Mehrere der Mitarbeiter des Heimes, welche die Hackschnitzelheizung in der Praxis kennen gelernt haben, überlegen sich im eigenen Haus selbst eine solche einzubauen. Am
effektivsten für Privatleute wäre es, wenn sich mehrere Nachbarn zusammenschließen und
eine gemeinsame Anlage mit einer einzigen Lagerstätte für die Hackschnitzel errichten, denn
das teuerste ist der Bau der Lagerstätte. Das Diakonische Werk beabsichtigt auf Grund der
guten Erfahrungen auch auf dem Zeilberg eine 110-KW-Hackschnitzelheizung zu errichten, „weil es Sinn macht“, wie es Peter Pratsch formulierte.
Nach der Besichtigung der Heizanlage im SPZ begaben sich die Teilnehmer zu einer Information über die
Pelletheizung im Privathaus vom BN-Vorstandsmitglied Peter Hartmann.
Die Bestellung der Pellets erfolgt kostengünstig in einer Sammelbestellung mit anderen
Besitzern von Pelletheizanlagen. Die Wirtschaftlichkeit der Pelletheizung ist stark abhängig
von den jeweiligen Preisen für die Pellets. Die Betreuung dieser ökologischen 15-KW-Anlage
ist ebenfalls relativ problemlos. Täglich wird eine Pellet-Ration automatisch aus dem neben
dem Heizraum liegenden Lagerraum angesaugt und in den 45 kg fassenden Fülltrichter
eingefüllt. Im Sommer liefern zusätzlich sechs qm Flachkollektoren heißes Brauchwasser.
Als weitere Anlage wurde das bereits 10 Jahre alte Block-Heiz-Kraft-Werk (BHKW) in den
Frankenstuben besichtigt.
Gastwirt Jürgen Stahl erläuterte fachkundig und mit Engagement seine die Energie am
besten ausnutzende Anlage. Die 19-KW-Anlage ist „wärmegesteuert“, dies bedeutet, immer
wenn Wärme für Brauchwasser oder Heizwärme benötigt wird, springt der Motor -
ein normaler mit Erdgas betriebener Automotor – an und liefert die erforderliche Wärme und
erzeugt gleichzeitig Strom, welcher in das Netz eingespeist wird. Das BHKW hat sich bereits
nach 6 Jahren amortisiert und ist inzwischen über 42.000 Stunden ohne größere Reparaturen in Betrieb gewesen.
Als optimale Ergänzung befinden sich auf dem Dach noch Photovoltaikmodule zur
Stromerzeugung. Jürgen Stahl stellte dabei heraus, dass die ökologische Komponente eines
BHKWs vor allem darin liegt, dass die bei den großen Kraftwerken anfallenden großen Übertragungsverluste von 70% bei der Kraft-Wärme-Kopplung völlig wegfallen.
Harald Amon, der 1. Vorsitzende des BN Ebern, stellte zum Schluss der Begehung fest,
dass die besichtigten Anlagen beispielgebend für die auch in Ebern vorhandenen Möglichkeiten sind, Heizanlagen klimafreundlich zu betreiben.
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FT 15.03.2007 „
Energie-Wechsel ist schnell möglich“
Plädoyer Der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell aus Hammelburg zeigte bei einer
Veranstaltung des Grünen-Kreisverbandes und des Bund Naturschutz in Ebern Möglichkeiten auf, sich von fossilen Brennstoffen zu verabschieden. VON UNSEREM
REDAKTIONSMITGLIED Ralf Kestel
Ebern
- Die Kehrtwende in der Energiepolitik im Rund-umSchlag propagierte der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell von Bündnis90/Die Grünen bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes der Grünen und des Bund Naturschutz am Dienstagabend in den Frankenstuben. Dem Umwelt-Experten aus Hammelburg reichen Appelle und Vorschläge zur Energie-Einsparung nicht aus. Er zeigte detailliert Wege auf, wie der Ausstieg aus der Atomenergie sowie der Verbrennung fossiler Energieträger und der Umstieg auf erneuerbare Energie gelingen kann. Und dies nicht in ferner Zukunft, sondern binnen weniger Monate, womit der CO2-Ausstoß drastisch gesenkt werden könnte. „Erdöl, Erdgas und Kohle sind die schlimmsten Klimazerstörer“, stellte Fell in seinem über einstündigen Vortrag fest, den BN-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery „höchst motiviert und hochkomprimiert“ fand. Mandery: „Das hat mich ermuntert, engagiert weiter zu machen.“ Am Beispiel anderer Landkreise in Bayern, wie Bad Tölz-Wolfratshausen, hatte Fell dafür plädiert, auch „Ebern auf erneuerbare Energie umzustellen“ und sei es über eine Bürgerstiftung. Vorbildlich fand er dabei die Solarzellen auf dem Dach des Veranstaltungsortes oder die Energiesparlampen im Saal.
Kreis zahlt mehr für Energie Auch Grünen-Kreisrätin Rita Stäblein hat schon ein Umdenken ausgemacht: „Seit im Kreishaushalt die Energiepreise
davongaloppieren, gibt es neue Initiativen.“ Mit vielen Schaubildern und Statistiken untermauerte der Grünen-MdB seine Ausführungen, sein Credo indes
fasste er in eine einfache Aussage: „Tun sie selber etwas: Solarzellen auf die Dächer, dämmen sie ihre Häuser, wechseln sie den Stromlieferanten.“ Am
eigenen Vorbild fügte er noch ein Mosaiksteinchen dazu: „Wir brauchen das elektrische Autos. Das hat null CO2-Emissionen.“ Dass einer aus der
„großen Politik Tipps gibt, was man im Kleinen tun kann, um den Klima-Kollaps abzuwenden“, hatte Mandery erhofft. Fell fühlte sich nach eigener
Beschreibung einst wie „der Mahner in der Wüste“, aber jetzt helfe es nicht mehr, den Kopf in den Sand zu stecken. Seit Ende der 80er Jahre sei klar,
dass „wir auf etwas zusteuern, das uns die Lebensgrundlagen unter den Füßen weg zieht. Dies mit einer Schnelligkeit und Dramatik, die keiner geahnt
hat.“ Die einzige Chance des Gegensteuern liegt nach Fells Überzeugung in der Nutzung erneuerbarer Energien. „Bundeskanzlerin Merkel nimmt den Begriff
häufiger in den Mund als ihr Vorgänger Schröder.“ Aber das seien nur Lippenbekenntnisse, so lange Gesetzesinitiativen wie beim Biogas-Einspeise-Gesetz
abgebügelt werden. „Pflanzen wachsen nach, Erdölfelder aber nicht“, stellte Fell fest und zeigte anhand verschiedener Statistiken, welche
Wachstums-Branchen sich auf den Feldern der erneuerbaren Energien auftun, wo schon tausende neuer Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Fell ging auf den
steigenden Ölpreis ein. „Wir befinden uns schon in der Verknappungsphase, auch wenn die Konzerne dies verneinen. Denn die Preise steigen, die Herstellungskosten
aber nicht, weswegen noch hohe Gewinnmitnahmen erreicht werden sollen.“ Jeder, der jetzt noch seine Wohnung mit Erdöl heize, befinde sich auf dem Holzweg.
Nicht anders sei die Situation beim Heizöl, dessen Preis sich um das Dreifache verteuert habe. „Da steckt sozialer Sprengstoff drin.“ Auch in
der Atomkraft sah der Hammelburger Abgeordnete keine Alternative. „Die Naturgesetze sind unerbitterlich und richten sich nicht nach menschlichen
Kompromissen.“ MdB Hans-Josef Fell
Deren Gefahr habe er erst bei einem Besuch in Tschernobyl vor Augen geführt bekommen. „In Schweden
waren wir sieben Minuten vor der gleichen Katastrophe.“ Uran sei er knappste aller Rohstoffe. „Es ist ein völliger Quatsch, auf Atomkraft zu
setzen.“ Als Ersatz bot MdB Fell acht Alternativen an, mit denen sich die Grundlast des Energiebedarfs decken lasse. „Wer etwas anderes behauptet,
beleidigt unsere Ingenieure.“ Der Schwenk gelinge schneller als von vielen prophezeit über die Nutzung von Fotovoltaik, Solarthermie, Biomasse,
Umgebungswärme, Windkraft, Wasserkraft, Gezeiten-Nutzung mund Geothermie. Allein durch Nutzung alter Mühlenrechte lasse sich durch die Wasserkraft ein
Kraftwerk einsparen. „1930 gab es zehn Mal so viele Mühlen an bayerischen Flüssen, aber auch zehn Mal so viele Fische. Mühlen sind mit dem Naturschutz
vereinbar, denn sie sind kein Fisch-Häckselmaschinen.“ Dass im Bereich der erneuerbaren Energien schon Erfolge gelungen sind, machte Fell an der
Tatsache fest, dass es in Bayern schon mehr Fotovoltaik-Anlage gibt als in den USA oder Japan und dass Windräder zum Exportschlager wurden. Hans-Josef
Fell schwärmte vom „Fotovoltaik-Wunder“ und von der Erfolgsgeschichte der Holzpellet-Anlagen.“
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NP 13.10.2006 SENIORENTREFFEN DER PFARREI Energie sparen zahlt sich aus
UNTERPREPPACH/REUTERSBRUNN Der Seniorenkreis der Pfarrei Unterpreppach hatte zu seinem Monatstreffen in Reutersbrunn einen fachkundigen Referenten zu Gast,
nämlich den kirchlichen Umwelt- und Energieberater Christof Bärhausen aus der Nähe von Schweinfurt. Seine Empfehlungen zu dem Thema: „Sparfaktor Energie -
im Umgang mit Wasser, Strom, Heizung" richteten sich nicht allein auf die finanziellen Einsparmöglichkeiten, sondern auch auf die Bewahrung unserer
Schöpfung, der Umwelt, unseres Lebensraumes, denn nach neueren wissenschaftlichen Untersuchungen gilt: „90 Prozent unserer Umweltprobleme sind
Energieprobleme". Deshalb müsse die Devise gelten: Energisch sparen zukunftsfähig leben! Der Seniorenkreis-Leiter Bruno Deublein freute sich eingangs,
dass rund 35 Frauen und Männer der Einladung gefolgt waren, erstmals in die fast komplett renovierte ehemalige Schule in Reutersbrunn. Hohe Anerkennung verdiene
die Investition der Stadt Ebern und die von Ortsbewohnern erbrachten enormen Eigenleistungen, die sich für örtliche Gemeinschaften vielfältig auszahlen werden.
Hier lässt sich gut tagen, diskutieren, Kaffee-Trinken usw. Für den Hauptteil dieses Seniorentreffens, die Informationen zum Energiesparen in vielfältiger
Form, demonstrierte der Fachmann neben seinen deutlichen Worten mit Hilfe moderner Technik auf Leinwand, zunächst die progressive Entwicklung des
Energieverbrauches seit einigen Generationen und dazu die bescheidene „Nachhaltigkeit" der gängigsten Energieträger. Deutlich wurde dabei, dass bei
weiterer „Großzügigkeit" und „Gedankenlosigkeit" im Energiebereich recht bald ein „Kollaps" drohen wird. Und das darf auch der älteren
Generation nicht „egal" sein, sondern müsse „wachrütteln!" Hinsichtlich der Strom-Sparmöglichkeiten verwies Bärhausen auf eine lange Liste von
Haushaltsgeräten und -gegenständen, die bei überlegtem Einsatz beachtliches Sparpotenzial in sich bergen. Ähnliche Spar-Potenziale erkannte der Referent im
Bereich Heizung/Wärme, wobei er Richtwerte nannte für bedarfsgerechtes Heizen in den unterschiedlichen Räumen (allein die Raumtemperatur um ein Grad absenken
erspart sechs bis zehn Prozent Heizenergie), daneben sollte die Heizungsreglung optimiert werden, alte Thermostate erneuert, die Heizung regelmäßig gewartet, die
Heizungspumpen auf kleinste Leistung gestellt und natürlich die Wärmedämmung an der gesamten Anlage sowie am Außen-Mauerwerk gute Werte aufweisen, denn „gut
gedämmt ist halb geheizt!" Gute Trinkwasser-Sparmöglichkeiten bieten sich beim Duschen statt Baden, oder bei der Regenwasser-Nutzung für die
Gartenbewässerung - sowie für WC und Waschmaschine; man sollte auch nicht „unter laufendem Wasserhahn spülen, waschen, Zähne putzen. Ähnliche
Überlegungen stellte Bärhausen hinsichtlich der Mobilität im Alltag und in der Freizeit in den Raum: Kurze Strecken zu Fuß oder per Rad zurücklegen, wo es
geht Fahrgemeinschaften bilden, hohe Geschwindigkeiten vermeiden, Freizeitverhalten überdenken, wenn möglich auf Bahn- oder Buslinien umsteigen. Schließlich
könne die Umwelt auch beachtlich geschont werden, wenn möglichst viel Abfall vermieden wird (Mehrweg statt Einweg, Jute statt Plastik, Akkus statt
Einmai-Batterien, keine Alu-Verpackungen). Die letzten Empfehlungen des Referenten richteten sich auf die Ernährung: Lieber Produkte aus der eigenen Region oder
beim Fair-Handel einkaufen! on
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FT 13.10.2005 Klimawandel fordert immer mehr Opfer ... “Unvermögen des
Menschen” “ Es gibt keine Naturkatastrophen, sondern nur unnatürliche Katastrophen, die entstehen durch das Unvermögen des Menschen, mit extremen
Naturereignissen umzugehen. ” Der Bonner Experte Janos Bogardi zur Rolle des Menschen bei der Risikominimierung. Dem
mangelnden Risikobewusstsein komme dabei eine Schlüsselrolle zu.
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FT 14.10.2005 Steigender Energieverbrauch Angesichts des weltweit steigenden Energieverbrauchs rechnet die Öl- und Gasindustrie mit einem Investitionsbedarfs von jährlich zusätzlich 160 Milliarden Euro. Im Jahr 2030 werde der Primärenergieverbrauch um 50 Prozent höher liegen als jetzt, den Bedarf müssten vor allem Öl und Gas decken, sagte der Deutschlandchef des weltgrössten Ölkonzerns EXXonMobil, Gernot Kalkoffen, in Düsseldorf.
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FT 01.08.2005 Ölkonzerne machen gigantische Gewinne Der enorme Anstieg der Öl- und
Erdgaspreise hat die Gewinne der großen Ölkonzerne in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf astronomische Höhen getrieben. Die globalen Branchenführer wie
Exxon-Mobil, BP und Royal-Dutch-Shell haben ihre Milliardengewinne weiter drastisch erhöht. So legte Exxon-Mobil im Januar-Juli-Abschnitt um
38 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar zu, BP um etwas 32 Prozent auf 12,2 Mrd. Dollar und Royal-Dutch-Shell um rund
39 Prozent auf 11,9 Mrd. Dollar.
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Schnappauf: Freistaat und Bund Naturschutz starten Klimaschutz-Initiative
Unter dem Motto 'Klima sachützen - Energie sparen - Geld sparen' rund ein Dutzend konkrete Umsetzungsmaßnahmen vereinbart.
München, 14. Juli 2005 - Bayern macht Tempo beim Klimaschutz, erklärten Umweltminister Werner Schnappauf und
Wirtschaftsminister Otto Wiesheu nach dem klimapolitischen Spitzengespräch, an dem als Vertreter des Bund Naturschutzes (BN) Prof. Hubert Weiger, Doris Tropper,
Sebastian Schönauer und Richard Mergner sowie Umwelt-Staatssekretärin Emilia Müller und Vertreter des Landwirtschafts- und Innenministeriums
teilgenommen haben. Auf rund ein Dutzend konkreter Klimaschutz-Maßnahmen zur weiteren Umsetzung des Klimaschutzbündnisses verständigte man sich. Im Mittelpunkt stehen dabei Energieeinsparung und die energetische Altbau-Sanierung. Schnappauf: 'Freistaat und BN vereinbarten eine landesweite Klimaschutz- und
Energiespar-Initiative unter dem Motto ''Klima schützen - Energie sparen - Geld sparen''.
Denn Energiesparen ist der beste Klimaschutz. Je mehr fossile Energie eingespart wird, desto weniger klimaschädliches CO2 gelangt in die Atmosphäre.' Wiesheu betonte, dass der Pakt bei der Bauwirtschaft und beim Handwerk neue Chancen eröffne. Weiger wies darauf hin, dass angesichts der weiter steigenden Energiepreise Investitionen in Energiespartechnik, Wärmedämmung und erneuerbare Energien die beste Zukunftsvorsorge für den Bürger und die öffentliche Hand sind. Wenn öffentliche Gebäude von Staat und Gemeinden vorbildlich saniert werden, sei dies ein zentraler Beitrag zum Umweltschutz und zur Konsolidierung der Haushalte. Die Initiative richtet sich vor allem an
Haus- und Wohnungsbesitzer, um diese über baulichen Wärmeschutz, Altbausanierung und Modernisierung von Heizung- und Warmwasseranlagen zu informieren. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, soll in staatlichen Gebäuden der Energieverbrauch beschleunigt reduziert werden: Die hundert größten Energieverbraucher werden im Contractingverfahren saniert.
Der Bund Naturschutz wird in Seminaren den einschlägigen Gewerbesparten an Vorzeigebeispielen zeigen, wie Klimaschutz und Kosteneinsparung zu kombinieren sind
.'Wenn es gelingt, den Leuten klar zu machen, dass Klimaschutz wirklich Geld spart,
haben wir gewonnen', so Schnappauf. Deshalb sind Leuchtturm-Projekte so wichtig: Beispielsweise das in Reichenschwand bei dem der Energieverbrauch eines Schulgebäudes aus den 60er Jahren durch Wärmesanierung halbiert und mit einer
Hackschnitzelheizung
der CO2-Ausstoß nahezu auf Null gebracht wurde. Oder die energetische Sanierung eines 6-Familienhauses aus den 30er Jahren in der Nürnberger Südstadt, wodurch der Heizölbedarf von rund 20 Liter auf 3 Liter pro Quadratmeter Wohnfläche reduziert wurde. Um noch mehr Klimaschutz-Ansporn zu geben, will
Schnappauf einen ''Champions League''-Wettbewerb ins Leben rufen. Alle bayerischen Kommunen sind
aufgerufen, im Wettstreit ihren Energiespar-Meister zu ermitteln:
Als Trophäe lockt der European Energy Award. Das Umweltministerium wird außer Konkurrenz selber mitmachen. Alle Dienstgebäude im Geschäftsbereich werden
dahingehend überprüft, ob sie für die Installation von Fotovoltaikanlagen geeignet sind.
Schnappauf: 'Klimaschutz ist Zukunftsvorsorge und gleichzeitig gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Wirtschaft, Staat und Kommunen ebenso gefordert sind wie jeder einzelne Bürger.' Der Bund Naturschutz sieht auch bei der Energieeinsparung im Verkehrsbereich noch großen Handlungsbedarf, wozu weitere Gespräche vereinbart wurden. Die Bayerische Staatsregierung und der Bund Naturschutz haben am 21. Oktober 2004 ein Klimaschutzbündnis geschlossen mit dem gemeinsamen Ziel, den CO2-Ausstoß in Bayern konsequent zu verringern. Schnappauf: 'Zwar liegt Bayern bereits heute mit einem Pro-Kopf-Ausstoß von jährlich rund 7 Tonnen CO2 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 10 Tonnen. Hierbei wollen und dürfen wir angesichts der drängenden Probleme aber nicht stehen bleiben. Bayern setzt sich zum Ziel, sich international an der Spitze der Industrieländer zu positionieren'. Staatsregierung und Bund Naturschutz sind sich einig, dass die CO2-Emissionen im Sinne einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik über das Jahr 2010 hinaus weiter reduziert werden müssen. Deshalb sollen möglichst viele gesellschaftliche Gruppen für gemeinsame Klimaschutzanstrengungen sensibilisiert und motiviert werden.
Redaktionelle Hinweise: Die Maßnahmen im Einzelnen (verantwortlich ist - je nach Maßnahme - das
Umwelt-, Wirtschafts-, Innen- oder Landwirtschaftsministerium bzw. der Bund Naturschutz in Bayern): - Gemeinsame Studie zur Identifikation wirtschaftlich
günstiger Maßnahmen in der energetischen Gebäudesanierung - Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für eine bayerische Werbekampagne
''Energetische Gebäudesanierung - Entwicklung einer Internetplattform der Klima-Allianz - Projekt ''Energiespar-Initialberatung durch das
bayerische Kaminkehrerhandwerk'' - Pilotprojekt ''Einführung des European Energy Award in Bayern'' - Verhandlungen mit weiteren
Akteuren zur Erweiterung der Klima-Allianz (Kirchen, komm. Spitzenverbände, Sportverbände, Umweltverbände) - Regionale Informationsveranstaltungen zum
kommunalen Energiemanagement und energetischer Gebäudesanierung - Gemeinsame Erarbeitung eines Sofortmaßnahmenpakets zur Energieeinsparung im Bereich
staatlicher Liegenschaften (Beispiel ''Pilotmaßnahme Energiemanagement'') - Überprüfung aller Dienstgebäude des Umwelt-Ressorts hinsichtlich
deren Eignung für Fotovoltaikanlagen - Ausarbeitung eines Energiepakets für den neuen Umweltpakt im Bereich Handwerk - Seminarveranstaltungen des Bund
Naturschutzes zum Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung für einschlägige Gewerbesparten - Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie, unabhängige
Energieberatung auf Gemeinde- und Landkreisebene weiterzuentwickeln - Unterstützung zweier Energiemodellregionen in Nord- und Südbayern durch Beratung,
Öffentlichkeitsarbeit und logistische Hilfe
Der Wortlaut der Vereinbarung ist im Internet unter www.bund-naturschutz.de abrufbar.
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FT 05.05.2005 Haßfurt Neues Baugebiet ..... , könnte auch südlich des
Osterfeldweges ein kleines “Öko-Baugebiet” Blockheizkraftwerk für Nahwärme, verstärkter Dachbegrünung und Solarnutzung
entstehen, wenn die Eigner zustimmen. Das Stadtwerk wil noch einen Kostenvergleich darstellen.
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FT 04.05.2005 Eltmann Stadtrat - Energiebilanz .... Energiebericht zu städtischen
Einrichtungen
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27.01.2005 Versicherungskosten und Klimawandel
Auszug aus einem Schreiben einer Versicherung an einen Kunden: “Stichwort: Klimawandel
Vertragsergänzung Ihrer Verbundenen Wohngebäudeversicherung Sehr geehrter Herr ..., die Wetterextreme nehmen zu: Ob Orkan Lothar 1999 oder die jüngsten verheerenden Hagelstürme - Wissenschaftler bestätigen, dass solche Unwetter in Zukunft nicht nur stärker, sondern vor allem viel unberechenbarer auftreten
werden. Bis heute konnten wir Ihnen Versicherungsschutz bieten, der keine Regelung für eine veränderte Risikosituation enthält. Doch der Klimawandel ist für alle Versicherer - also auch für uns - ein Problem. ......
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FT 14.10.2004 Aussage zur weltweiten Klimaveränderung Die weltweiten Klimaveränderungen sind nach
Einschätzung des Popmusikers Sting gefährlicher als der Terrorismus. “Ich habe mehr Angst vor der globalen Welterwärmung als vor El Kaida, um
ehrlich zu sein”, sagte Sting in einem Interview. Er glaube zwar, dass der Einfluss eines “Haufens langhaariger Fanatiker” gefährlich sei.
“Aber gefährden sie uns mehr als ein Hurrikan, der jedes Jahr Florida heimsucht? So etwas gefährdet uns alle.”
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NP 23.04.2004 Pfarrweisach
Gemeinderat .... Das Stromversorgungsunternehmen E.ON wird nun doch in Rabelsdorf einen Versuch mit dimmbaren Straßenleuchten
über ein Jahr durchführen. Während in der vergangenen Sitzung die Gemeinde noch dafür hätte bezahlen müssen und der Gemeinderat das Vorhaben nicht genehmigt hatte, machte die
E.ON mittlerweile einen Rückzieher und bot der Gemeinde das Versuchprojekt kostenlos
an. Bei einer Gegenstimme wurde der Beschluss vom 19. März aufgehoben und der von Bürgermeister Martin vorgetragene Versuch beschlossen. Ein Vertrag werde der Gemeinde in den nächsten Tagen nachgereicht. Gemeinderat Werner Hauck berichtete von einem Versuch mit der E.ON in Kraisdorf, wo bei Zwillingsstraßenleuchten eine Röhre ausgeschaltet worden war. So könnten in der Stunde 1,2 Kilowatt Strom eingespart werden. “Ich habe keinen Bürger gehört, der was gesagt hat, dass es dunkler geworden ist”, kommentierte Hauck den Versuch. .....
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FT 06.03.2004 Experte sucht
Einsparchancen Pfarrweisacher Gemeinderat sucht Energie-Einsparpotenziale
PFARRWEISACH. Die Gemeinde will sparen, aber nicht um jeden Preis. Aus dieser Überlegung heraus hatte Bürgermeister Hermann Martin Norbert Stuck von der Fa. EcoConTec in Münchaurach (bei Herzogenaurach), zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag eingeladen. Diese Firma ist spezialisiert auf die Energie-Verbrauchsoptimierung in Gemeinden. Mit einem so genannten EnergieCheck – dessen Herz ein Computerprogramm ist – wird der Energieverbrauch von öffentlichen Einrichtungen und Bauhöfen erfasst und auf Einsparmöglichkeiten hin untersucht. Stuck zeigte anhand seiner Folien, dass EcoConTec schon vielfach erfolgreich gearbeitet hat, präsentierte die einzelnen Möglichkeiten der Energieeinsparung und erläuterte die möglichen Angebote. Die Kernaussage dieser Präsentation: „Die Investitionen für die Optimierung der technischen Anlagen werden aus den Einsparungen beim Energieverbrauch finanziert“. Das klingt verlockend und soll im kleinen Rahmen auf Machbarkeit überprüft werden. Stuck erhält sämtliche technische Daten vom Schwimmbad in Kraisdorf und den Abwasserpumpen in der Gemeinde. Daraus erstellt die Firma zum Nulltarif einen groben EnergieCheck und wird dem Gemeinderat die Ergebnisse innerhalb von 60 Tagen übergeben .........
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FT 19.07.2003 SCHULZENTRUM HASSFURT hat 20 000 Euro an Energie
eingespart Weitere Durchführung des Projektes macht allerdings eine Anpassung nötig Bereits seit 1998 besteht am Schulzentrum in Haßfurt das
Energiesparprojekt. An einer großen Schule mit nahezu 2500 Schülern und 300 Lehrern sicherlich kein leichtes Unterfangen Energie einzusparen.
HASSFURT
- So wurde schnell auf einen Spareffekt beim Wasser verzichtet, zu schwierig war es; eine Basis zu finden und vor allem den Wasserverbrauch zu beeinflussen. Was verblieb waren Strom und Heizung. doch auch beim Stromverbrauch änderte sich im Schuljahr 2001/2002 die Grundlage. Die Aufstellung von Schulcontainern, die elektrisch beheizt wurden, Wassereinbrüche, die starke Elektrogebläse forderten, die Installation von vielen Computern und Raumerweiterungen ließen keinen Vergleich zwischen alt und neu mehr übrig. So verblieb nur noch die Heizung. Doch auch hier wird künftig eine genaue Rechnung versagt sein. Der Grund: Das neue Blockheizwerk, das speziell wegen Energieeinsparung gebaut wurde und das auch noch Strom erzeugt, der in das Netz der Stadtwerke einfließt. Deshalb wurde am Mittwoch der Energiesparpreis in seiner jetzigen Form zum letzten Mal vergeben. Zudem sei die Frage erlaubt, ob die Luft aus dem Wettbewerb ist, oder ob die Schulen von Veranstaltungen erdrückt werden. Denn zu der Feier, die in einer idyllischen Ecke des Pausenhofes abgehalten wurde, kamen weder Vertreter der Grundschule noch der Realschule. Auch die eigentlichen Energiesparer, die Schüler, waren nur in kleinen Abordnungen erschienen. Dabei galt es eine
Energieeinsparung von nahezu 20.000 €
zu feiern, was sich für das Schulzentrum mit exakt 9.898,34 Euro auszahlt. Das ist die Summe, die der Zweckverband den Schulen als Prämie zur Verfügung stellt. Rektor Egbert Schmid von der Hauptschule verwies in seiner Begrüßung auf neue Richtlinien in den Lehrplänen: ,,Schüler sollen selbst Umweltziele planen und umsetzen". In Haßfurt wird dies bereits erfolgreich seit dem Jahre 2002 praktiziert. An der Hauptschule mit zusätzlichen Energiemanagern, die es in allen Klassen gibt. Sie kontrollieren sogar die Lehrer und schalten ihnen den Overheadprojektor ab. Rainer Marquardt (Regiomontanus-Gymnasium) und Berthold Löser (Hauptschule) erläuterten nochmals das Projekt und gingen auf die Verteilung der Prämie ein. Sonderprämien erhielten die drei Hausmeister (300 Euro), Schülerlnnencafe (100 Euro), das BIZ (250 Euro), die Mittagsbetreuung (100 Euro), das Schülercafe „Couch“ (100 Euro). 2522,34 Euro gehen für die allgemeine Schulhofgestaltung an alle Schulen des Zentrums. Der Rest von 6155 Euro wird entsprechend der Schülerzahlen aufgeteilt: Das Gymnasium erhält 2887,50 Euro, die Realschule 1560 Euro, die Hauptschule 1177,50 Euro und die Grundschule 530 Euro. Auch der Geschäftsführer des Schulzweckverbandes, Horst Hofmann, freute sich über die Sparmaßnahmen. Untermalt wurde die Feier vom Chor der Hauptschule unter Leitung von Walter Richter. Einen besonderen Gag gab es zum Abschluss: In der einst von der Prämie angeschafften Spiegel-Parabolschüssel wurden mit Sonnenenergie ,,Wienerli" heiß gemacht, die natürlich den Schülern besonders gut mundeten.
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Einen “Energiesparvertrag” unterzeichneten stv. Schulverbandsvorsitzender Willi
Sendelbeck, Grundschulrektor Manfred Zimmer und Schulverbandsvorsitzender Robert Herrmann im Beisein von Eberner Grundschülern und den Lehrkräften Birgit
Stehr (links) und Karin Rüdiger (rechts). Ziel des Vertrages ist es, durch sorgsamen Umgang mit Energie eingespartes Geld je zur Hälfte zwischen den
Grundschulen und dem Schulverband aufzuteilen.
NP 11.04.2003
Grundschulen Ebern und Rentweinsdorf Energie und damit bares Geld sparen
EBERN
- Sie müssen nicht frieren und künftig auch nicht bei Kerzenlicht dem Unterricht folgen: Dennoch wollen die Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Ebern und Rentweinsdorf kräftig
Heiz- und Stromkosten einsparen. Ein entsprechendes Projekt hat am Anfang dieses Jahres begonnen. Neben einer finanziellen Einsparung an Energiekosten
ist es vor allem aber das Ziel, die Mädchen und Jungen und Lehrkräfte für einen bewussten und sorgsamen Umgang mit Energie zu sensibilisieren. Am
Donnerstagvormittag setzten deshalb Schulverbandsvorsitzender Robert Herrmann und der stellvertretende Schulverbandsvorsitzende Willi Sendelbeck sowie
Grundschulrektor Manfred Zimmer ihre Unterschriften unter einen «Energiesparvertrag». Dadurch wird zugesichert, dass das durch die vielfältigen Maßnahmen
heuer eingesparte Geld je zur Hälfte zwischen dem Schulverband und den Grundschulen aufgeteilt wird. Als Vergleichszahlen werden die Energiekosten der beiden
Schulen aus dem Jahr 2002 heran gezogen. Bürgermeister Robert Herrmann lobte in seinem Dienstzimmer im VG-Gebäude die Idee der Grundschule, sich für
Energieeinsparung und damit für Umweltschutz einzusetzen. Das sei im Sinne der lokalen Agenda21. Vor allem diene ein solches Projekt dazu, das Bewusstsein der
Schülerinnen und Schüler für Energiesparmaßnahmen zu stärken. Und Rektor Manfred Zimmer ging sogar ein Stück weiter: Auch die Lehrer könnten dadurch
angespornt werden. Viele Ideen Mädchen und Buben der Grundschule Ebern stellten den beiden Schulverbandsvertretern schließlich einige
Maßnahmen vor, womit in den Schulen versucht wird, Energie zu sparen. Das fängt schon beim Lüften der Klassenzimmer an. Kurz soll gelüftet, dabei aber alle
Fenster geöffnet werden. Das spart mehr Energie, als ein Fenster über einen längeren Zeitraum gekippt zu lassen, während die Heizung läuft. Zudem, so die
Schüler, müsse auch während des Unterrichts nicht in den Gängen geheizt werden.
Weitere Einsparungsmöglichkeiten sehen die Schüler beim Strom. So muss nicht den ganzen Tag über
im Klassenzimmer das Licht brennen. Auch in den Fluren können die Lampen während des Unterrichts abgeschaltet werden. «Man kann vieles machen, wenn man nur
ein wenig darauf achtet», bestätigte Bürgermeister Robert Herrmann die Ideen der Grundschüler. Und er wies darauf hin, dass das Bewusstsein für
Energiesparen schon im Kindesalter gestärkt werden müsse, «denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr».
Ein Lob sprach Grundschullehrerin und Umweltbeauftragte Birgit Stehr Rektor Manfred Zimmer aus. Er
habe immer ein offenes Ohr, wenn es um die Umsetzung von Umweltschutz- oder Energiesparmaßnahmen gehe.
Wie hoch die Energiekosten in den beiden Schulen im vergangenen Jahr waren,
konnten die Verantwortlichen am Donnerstag nicht mitteilen. Birgit Stehr jedenfalls würde sich freuen, wenn eventuell bis zu fünf Prozent des
Energiebedarfs vom Vorjahr eingespart würden.
Bürgermeister Willi Sendelbeck machte sich derweil schon ganz andere Gedanken und scherzte:.«Was sollen wir nur mit dem vielen Geld anfangen?»mic
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NP 21.07.2003 6. LICHTENFELSER SONNENTAGE So spannend kann Energiesparen sein Wie kann ich Energie sparen?
Diese Frage beantworteten am vergangenen Samstag rund 20 Informationsstände bei den sechsten Lichtenfelser Sonnentagen auf dem Gelände des Landratsamtes.
Parallel informierte der «Aktionstag Kompetenzwesen» über Gesundheit und Veterinärwesen.
LICHTENFELS - Laut Statistik der Energie-Agentur Oberfranken kann in einem
effizienten Haushalt 216 Euro und 1440 Kilowattstunden (kWh) bei einem Strompreis von 15 Cent pro kWh eingespart werden. Bei dieser überzeugenden Statistik
lohnte es sich für den Verbraucher bei den verschiedenen Angeboten bei den «Lichtenfelser Sonnentagen» genauer hinzuschauen. Größten Teils waren auf
den Lichtenfelser Sonnentagen – ganz klar – die Solaranbieter vertreten. Sie boten verschiedene Attraktionen, um die Aufmerksamkeit der Besucher
auf sich zu ziehen. So standen nicht nur die Kleinen, sondern auch die ganz Großen vor dem Spielzeugflieger mit solar betriebenen Propellern. Manch einer
schlürfte einen Solarcafé oder bestaunte den vor sich hin blubbernden Whirlpool. Und wer einfach so zwischen den Ständen hindurch schlenderte, der konnte
den vorbeidüsenden Elektroroller kaum übersehen. Erst einmal zum Anbieter gelockt, bekam der Interessent alle Informationen, die er haben wollte. Aber
nicht nur für Solarenergie wurde geworben. Auch über kontrollierte Raumlüftung, das Regenspeichersystem, energiesparendes Bauen oder die Wärmepumpe konnte
man sich ausführlich beraten lassen. Letztere gab es in Deutschland schon seit dem Jahre 1932, sie wurde aber dann von der preisgünstigeren, aber Umwelt
belastenden Ölheizung verdrängt. Jetzt ist sie wieder im Kommen und besticht nicht nur mit ihrer Langlebigkeit (mindestens 18 Jahre), sondern auch mit ihrer
Effizienz. Bei 20 Prozent Energie bringt die Wärmepumpe nämlich 80 Prozent Leistung. Und diese Heizart hat sich auch schon bewährt: die älteste, noch
intakte Wärmepumpe Europas bringt eine wonnige Temperatur in die Räume des Luzerner Rathaus. Wer sich für den umweltbewussten Energieverbrauch
entscheidet, kann sich finanzielle Unterstützung holen, denn für die Systeme gibt es Fördergelder. Kreditinstitute wie der Raiffeisen Volksbank und die
Kreissparkasse Lichtenfels erläuterten dazu verschiedene Programme und Beispiele. Ab 12 Uhr informierten Fachleute den Verbraucher zum Thema
Energiesparen. Die Spannbreite reichte vom «energieeffizienten Haushalt» über das «Zweiteinkommen Strom aus Sonne» bis hin zur «Modernisierung von
Heizungsanlagen». Aber nicht nur Einzelverbraucher konnten die Informationen der Sonnentage nutzen. Elektrohändlern wurde angeboten, bei der Energie-Agenda
Oberfranken Infomaterial anzufordern, um Kunden besser beraten zu können. Wem die Technik nicht genug ist, der kann auch noch anders Energie sparen.
Fahrrad statt Auto lautet die Devise des Agenda-Arbeitskreises Mobilität und Verkehr. Wer sich von der Statistik «50 Prozent aller Pkw-Fahrten sind unter
fünf Kilometer» und den Mitarbeitern überzeugen ließ, doch den Drahtesel aus dem Schuppen zu holen, der konnte gleich Radwanderkarten und Broschüren mit
der Deutschen Bahn mit nach Hause nehmen. Für die Kinder aus Weismain hatte die Veranstaltung einen ganz besondere Überraschung parat: Sie bekamen für
ihren Wasserspielplatz der Umweltstation ein Wasserrad von der Kreissparkasse Lichtenfels geschenkt. Parallel zu den Sonnentagen fand aus dem
Landratsamtgelände auch der «Aktionstag Kompetenzzentrum» für Gesundheits- und Veterinärwesen statt. Wer also schon immer mal seine Hör- oder
Augenleistung testen wollte, konnte dies hier tun. Zur Belohnung gab es bei «guter Führung» Luftballons oder Jojos. «Be Hard, Drink Soft» lautete die
Devise der Kampagne für bewussteren Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Hierbei wurden bestimmte Situationen wie Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme, Arbeit
oder Autofahren fokussiert. Die Zeckengefahr war ebenfalls ein Brennpunkt. Sowohl über einen ärztlichen Berater als auch über Schautafeln konnte sich
der Besucher schlau machen über die kleinen Tierchen und ihre Tücken. Auch über andere medizinische Themen wie Tuberkulose, Osteoporose oder Gesundheit auf
Reisen konnten sich Interessenten informieren. Neben der lehrreichen Kost wurde den Besuchern Speis und Trank angeboten. Da konnte man verschiedene
ACE-Säfte unter die Lupe nehmen, oder sich einfach von leckeren Früchtecocktails verwöhnen lassen. Allein die Namen «Tropicana» oder «Polynesischer
Eiswein» ließen die Südsee näher rücken. Zur Stärkung wurden neben Bratwürsten und Steaks auch Waffeln und Kuchen aus Dinkelmehl angeboten.
Zubereitet wurden die süßen Genüsse von einem Arbeitskreis der Agenda 21. Ziel ist es bei diesem Zusammenschluss, mit der Natur so umzugehen, dass sie für
die Nachwelt erhalten bleibt. So wurde zum Beispiel Honig aus der Region und eine Getreideausstellung angeboten. Bei gesundheitlichen Veranstaltung und
kulinarischen Angeboten, darf natürlich eine Ernährungsberatung nicht fehlen. Wer wollte, konnte also seine Essweise auf den Prüfstand stellen. Nicht
nur um das menschliche Wohl ging es, denn ein Wagen mit «Qualitätsfutter für alle Tiere» stand den Besuchern zur Verfügung. Um Tiere ging es auch am Stand
des Veterinäramtes. Da konnten Schaben und Würmer begutachtet werden, die die Meisten in den eigenen vier Wänden lieber nicht entdecken würden, oder
Bakterienkulturen auf Nährböden bestaunt werden. Und wer die vergrößerte Bakterienspur anschaute, die ein Käfer hinterlässt, der konnte sich auch
vorstellen, wie ein Marmeladenbrötchen nach dem Spaziergang einer Fliege aussieht. Faszinierend waren auch die Ausstellungsstücke wie etwa siamesische
Schweinezwillinge, ein Fuchs oder eine Wildschweinfamilie. Den Rahmen bildete der Stand, in dem es um den Fleischbeschau ging. Bei diesem Vorgang wird auf
verschiedene Auffälligkeiten geachtet, wie zum Beispiel Trichinen (Schmarotzende Fadenwürmer). Die Bilanz des letzten Jahres ist erfreulich: Kein Tierprodukt
unserer Gegend zeigte Auffälligkeiten. Auch lebende Tiere galt es zu beobachten. Im Streichelzoo brachten ein Schaf mit zwei Lämmern, eine Ziege und
viele kleine Häschen Besucherherzen zum Schmelzen. Genauesten beäugt wurde das Treiben auf dem Gelände von einer Kamera, die hoch oben an einem Ballon
befestigt wurde. Das Gefährt mit 3,50 Metern Durchmesser schwebte an Seilen befestigt 50 Meter über dem Boden und schoss gestochen scharfe Bilder.deni
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NP 11.07.2002
REGIERUNG VON UNTERFRANKEN INFORMIERT Beitrag zum Klimaschutz CO²-Minderungsprogramm für
kommunale Liegenschaften / Vorbildfunktion
Der Freistaat Bayern unterstützt im Rahmen des Förderschwerpunktes
,,CO2-Minderungsprogramm für kommunale Liegenschaften" bayeriÂsche Kommunen bei der Durchführung von Maßnahmen, die eine Reduzierung des
C02-Ausstoßes ihrer LieÂgenschaften zum Ziel haben. Die Förderung wird aus MitÂteln des Allgemeinen Umweltfonds finanziert, der aus Privatisierungserlösen
eingerichtet wurde. EBERN-WÜRZBURG - ,,Durch Maßnahmen im kommunalen GeÂbäudebestand kann ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz, zur
RessourcenschoÂnung und zur Vermeidung von Luftschadstoff-Emissionen geÂleistet werden. Darüber hinaus werden die laufenden Energiekosten gesenkt und
ArbeitsplätÂze in lokalen HandwerksbetrieÂben gesichert", kommentiert Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die Vorteile dieses
FörderÂprogramms. ,,Obwohl die Kommunen in ihrem eigenen Gebäudebestand nur ca. 2 bis 5 % der lokalen C02-Emissionen verursachen, hat die Reduktion der
EmissioÂnen in diesem Bereich eine wichtige Vorbildfunktion für den Bürger", so der RegierungsÂpräsident weiten Die Förderung soll dazu
beiÂtragen, die C02-Emissionen öfÂfentlicher Gebäude in Bayern weiter zu verringern. Sie soll helfen, bestehende Lücken zwiÂschen der Erstellung von
Energiesparkonzepten und deren praktischer Umsetzung sowie Weiterentwicklung und Verbreitung erfolgreicher Maßnahmen zu schließen. Gefördert werden
insbesonÂdere Maßnahmen zur ErmittÂlung und Vorbereitung konkreÂter C02-Minderungsmaßnah-men, aber auch die Umsetzung derartiger Maßnahmen in
Demonstrationsvorhaben und PiÂlotprojekten. Zuwendungen werden in Höhe von bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen bis zu einem
Betrag von maximal 30000 Euro gewährt, je nach Art der Fördermaßnahmen. Förderanträge im Internet Bewilligungsbehörde ist das
Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen. Die seit Mai 2002 geänderten FördergrundÂsätze und Förderanträge
können im Internet unter http://www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/klima/foerder/htm abgerufen
werden. Auskünfte zur Antragstellung erteilt des weiteren die RegieÂrung von Unterfranken (Telefon 0931/3801268, Herr Gerbig) oder der Projektträger, die
BIFA GmbH (Bayerisches Institut für Angewandte Umweltforschung und -technik), Am Mittleren Moos 46, 86167 Augsburg, Tel: 0821-7000122). Um Synergieeffekte
zu nutÂzen, ergänzt die Förderung beÂreits bestehende Programme der Bayerischen Staatsregierung (z.B. ,,Bayerisches Programm
RaÂtionellere Energiegewinnung und -verwendung", ,,Förderschwerpunkt Kommunale EnerÂgieeinsparkonzepte", ,,BayeriÂsches Programm zur
verstärkten Nutzung erneuerbarer EnerÂgien") in bisher nicht erfassten Bereichen. Die Förderung ist ,damit ein weiterer Baustein für ein
durchgängiges ,,kommunales Klima-Schutz-Management" im Sinne der AGENDA 21. Das Förderprogramm ist Teil der bayerischen KlimaschutzÂstrategie.
Danach sollen beiÂspielsweise die Gesamt-EmissioÂnen des Treibhausgases C02 im Freistaat bis 2010 von 92 MillioÂnen Tonnen (1998) auf einen Wert von 80
Millionen Tonnen zurückgeführt werden. Derzeit nutzen in Bayern 111 Kommunen das ,,C02-Minderungsprogramm für kommunaÂle Liegenschaften"
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FT 25.06.2001
Haßfurt setzt auf Erdgas und Solarenergie
Stadtwerk informierte bei einem "Tag
der offenen Türe" über sein umfangreiches Angebot - "Naturstrom"
HASSFURT. Über mangelndes
Publikumsinteresse brauchte sich das Stadtwerk Haßfurt bei seinem "Tag der offenen Türe" am Samstag nicht zu beklagen. Viele Besucher nutzten die
Gelegenheit, um sich vor allem über alternative Energien zu informieren.
Im Mittelpunkt stand die Erdgasversorgung.
Aber auch das Angebot, "Naturstrom" zu beziehen, sowie der Internet-Service des Haßfurter Stadtwerks fanden Interesse.
Das Stadtwerk Haßfurt hatte als zentrales
Thema für seinen "Tag der offenen Türe" die Versorgung der Bevölkerung mit Erdgas gewählt. Der Grund dafür war, dass die Haßfurter seit 20
Jahren auf diese Energiequelle zurückgreifen können. Stadtwerk-Leiter Norbert Zösch wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich Erdgas einer immer
größerer Akzeptanz in der Bevölkerung erfreue. Den Grund dafür sieht er in der "sauberen" Energie, dem geringen Platzbedarf, weil kein Tankraum
nötig ist, und nicht zuletzt in dem günstigen Preis- Leistungsverhältnis. Stolz verwies der Leiter des Stadtwerks Haßfurt darauf, dass in den
Neubaugebieten Haßfurts 90 Prozent der Wohneinheiten an die Ergasversorgung angeschlossen sind.
Zahlreiche Firmen informierten die Besucher
beim "Tag der offenen Türe" in Ausstellungen über moderne Heiztechniken sowie den Einsatz von Erdgas und Sonnenkollektoren zur Wassererwärmung.
Stets wurde darauf verwiesen, dass diese Energien weitaus kostengünstiger und sauberer sind als herkömmliche Energieträger.
Erdgas-Autos vorgestellt
In diesen Rahmen passte auch eine
Ausstellung von Autos, die mit Ergas angetrieben werden können. Angepriesen wurden die Pkw mit dem Slogan "100 Kilometer für nur acht Mark". Das
ist weniger als der halbe Preis, der für ein benzinbetriebenes Auto anfallen würde. Hingewiesen wurde darauf, das erdgasbetriebene Autos rund 450 Kilometer
mit einer "Tankfüllung" schaffen und die Hersteller die Technologie weiter verbessern.
Norbert Zösch, bemängelte, dass viele
Tankstellen noch kein Erdgas für die Kraftfahrzeug-Befüllung vorrätig halten. Aus diesem Grund will das Stadtwerk Haßfurt nach seinen Worten bis Ende des
Jahres auf seinem Betriebsgelände eine Erdgas-Tankstelle für Kraftfahrzeuge einrichten.
Ein interessantes Angebot unterbreitet in
diesem Zusammenhang ein Erdgas-Versorgungsunternehmen, das Erdgas-Tankstellen in Bamberg, Schweinfurt, Coburg und Kulmbach unterhält. Die Firma stellt beim
Kauf eines erdgasbetriebenen Autos dem Besitzer 1200 Kilogramm Erdgas kostenlos zur Verfügung; das entspricht einer Fahrleistung von rund 20000 Kilometern.
Interesse zeigten die Besucher auch an der
Solartankstelle, die auf dem Betriebsgelände des Stadtwerks seit mehreren Jahren über eine Photovoltaikanlage betrieben wird. Hier können Autos mit
Elektro-Antrieb kostenlos aufgeladen werden. Norbert Zösch sagte dazu: "Wir haben viele Kunden, die diese Möglichkeit nutzen und ihre Elektro-Autos hier
aufladen. In Zusammenarbeit mit der Agenda21 beabsichtigt das Stadtwerk, auch am Bahnhof in Haßfurt baldmöglichst eine Solartankstelle zum Aufladen von
Elektro-Fahrzeugen einzurichten".
Des Weiteren wurde beim "Tag der
offenen Türs" intensiv auf die Möglichkeit der Lieferung von "Naturstrom" aufmerksam gemacht. Naturstrom ist Strom, der zu hundert Prozent aus
regenerativen oder alternativen Energien wie Wind, Wasser, Solar oder Biomasse gewonnen wird. Durch ein Umwelt-Zertifikat kann sich der Abnehmer sicher sein,
dass "sein" Strom aus diesen Energieformen gewonnen wird.
Ebenso zeigten die Besucher reges Interesse
zum Thema "Rund ums Internet", einem weiteren Service des Stadtwerks Haßfurt. Das Stadtwerk tritt unter dem Namen "Schnell- im-Netz-GmbH"
selbst als Provider auf.
Aus 17 Metern Höhe
Bereichert war der informative "Tag der
offenen Türe" mit allerlei Abwechslung und Unterhaltsamem. So konnten Besucher aus einer Kran-Gondel aus 17 Metern Höhe einen Blick über die Dächer
Haßfurts werfen oder bei einer Tombola als ersten Preis eine Heißluft- Ballonfahrt für zwei Personen oder ein Wochenende mit einem erdgasbetriebenen Auto
gewinnen. Für Kinder fand ein Luftballon-Wettbewerb statt, und eine Hüpfburg wurde kräftig strapaziert. Die Kinder des städtischen Kindergartens aus
Haßfurt begeisterten mit einem einstudiertem Spiel zum Thema Umwelt. Sie führten auch eine eigene Tombola durch.
Wer mehr zu den Themen Erdgas, elektro- oder
erdgasbetriebene Autos, erneuerbare Energie und "Naturstrom", Solarstrom oder Internetangebot wissen will, kann sich über die Homepage des
Stadtwerks Haßfurt unter www.stwhas.de oder unter www.erdgasfahrzeuge.de (über ergasbetriebene Fahrzeuge) weiter informieren. ab
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FT 29.05.2001
"Energie"-Ausstellung in Haßfurter Berufsschule
HASSFURT. "Anschaulich machen", so Oberstudiendirektor Christoph Stumpf, Informationen
geben und Hintergründe aufzeigen - darum geht es der Heinrich-Thein-Berufsschule mit einer Ausstellung zum Thema Energie, die am Montag eröffnet worden ist
und noch bis zum 1. Juni zu sehen sein wird.
von Jochen Bopp
Der engagierte Lehrer Hans Langer hat mit einigen Mitstreitern und Unterstützung von Firmen, des
Haßfurter Stadtwerks, des Schulzentrums und des Landratsamtes eine anschauliche Ausstellung im lichtdurchfluteten Foyer des Berufsschul-Neubaues an der
Goethestraße und im Freigelände zusammengestellt und ein didaktisches Konzept entwickelt. Hier lässt es sich nachvollziehen, wie heftig man sich abstrampeln
muss, um auf einem Fahrrad "lumpige" 100 Watt zu erzeugen, und ob man es überhaupt schafft, Wasser zum Kochen zu bringen. Im Modell einer
Solar-WasserstoffAnlage mit Brennstoffzelle wird unter anderem dargestellt, wie mit Hilfe der Sonneneinstrahlung Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt,
der Wasserstoff gespeichert und bei Bedarf durch die neuerliche Fusion Strom erzeugt wird. Die Ausstellung wird von den Klassen der Berufsschule die ganze
Woche über besucht werden. Sie steht aber auch allen anderen Schulen zur Verfügung sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Sie werden von
pensionierten Lehrkräften der Berufsschule durch die Ausstellung von 8 bis 16 Uhr geführt.
Zur Ausstellungseröffnung konnte der Obmann der Grünen/Bündnis-90-Fraktion für Bildung und
Forschung im Deutschen Bundestag, der Schweinfurter Abgeordnete Hans-Josef Fell, gewonnen werden. In einem eindrucksvollen Kurzreferat vor Schülern und
Lehrkräften und Behördenvertretern machte er deutlich, dass die Menschheit ohne konsequentes Energiesparen und vor allem ohne den Einsatz von erneuerbaren
Energien nicht überleben kann.
Anhand wissenschaftlicher Grafiken belegte er, wie die Ölfunde in den letzten Jahren global
dramatisch zurückgegangen sind. Das Erdöl-Fördermaximum sei in nicht einmal fünf Jahren erreicht. Das dann sinkende Angebot werde zu einem drastischen
Anstieg der Preise führen. Ignorieren der begrenzt vorhandenen Mengen, der Erdgas-Preisanstieg um das Siebenfache und die gleichzeitige Deckelung des
Strompreises hätten in Kalifornien bereits zur Pleite großer Stromkonzerne und zu Stromabschaltungen geführt. Dass US-Präsident Bush dennoch das Abkommen
von Kyoto torpediere und stattdessen fossile Energieträger in Alaska gewinnen will, hält Fell für "unsinnig, weil die Welt keine großen Vorkommen mehr
hat". Der Kampf um Rohstoffe werde zu Kriegen führen wie in Tschetschenien, meinte Fell, der überzeugt ist, dass Bush mit seiner Politik in absehbarer
Zeit scheitern werde.
Für atomare Energiegewinnung seien die Gefahren zu groß, ganz abgesehen von den ebenfalls zur
Neige gehenden Uranvorkommen und den riesigen Problemen der Entsorgung. Wie man stattdessen hohen Energieverbrauch ohne Komfortverlust vermeiden könne, zeigte
der Abgeordnete anhand von zahlreichen Möglichkeiten auf wie Wärmedämmung, Wintergärten, Photovoltaikanlagen, dem Einsatz von Biomasse, nachwachsenden
Rohstoffen, Solaranlagen, Wasser- und Windkraft.
Die Welt könnte sich bis 2040 vollständig von den fossilen Energieträgern verabschiedet haben,
ist Fell überzeugt. Das bundesdeutsche Gesetz für Erneuerbare Energien habe zum Ziel, die Bezugsquellen (heute sieben Prozent) zu verdoppeln. Dadurch werde
ein "schnelles, rasantes Wachstum" auf diesem Gebiet erreicht, einhergehend mit Massenfertigungen und billigerer Erzeugung der Anlagen. Kraftwerke
zur Nutzung der Erdwärme oder Biomassekraftwerke seien zudem erst in der Entwicklung. In zehn Jahren jedenfalls, so Fell, sei der Atomausstieg möglich. Und
dies sei die wichtigste Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Denn im Einsatz erneuerbarer Energiequellen sieht der Abgeordnete "massenhaft neue
Arbeitsplätze". Er meint "wir stehen nicht vor einer Klimakatastrophe, sondern sind mitten drin" und setzt auf die Jugend, die dieses begreifen
werde.
Energiesparmaßnahmen im Landkreis, wie Hackschnitzelheizungen in Eltmann oder
bald am Schulzentrum in Haßfurt, Photovoltaikanlagen oder anderes würden für sich genommen vielleicht für den Klimaschutz insgesamt wenig bewirken, sagte
stellvertretender Landrat Heinz Krönert. Die öffentliche Hand müsse hier jedoch Vorreiter sein.
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